Halsschmerzen sind nicht gleich Halsschmerzen

Probleme mit Schlucken, Heiserkeit oder gar vorübergehender Stimmenverlust und Schmerzen in der Halsregion. Besonders im Winter beklagen viele Menschen diese Symptome. Doch woher kommen diese? Was sind Halsschmerzen, welche Arten gibt es und was sind die jeweils besten Behandlungsmethoden?

Arten von Halsschmerzen

Die Häufigste Ursache von Halsschmerzen ist eine normale Erkältung. Menschen erleiden eine solche in der Regel zwei bis drei Mal im Jahr, meist übertragen durch Sprechen oder Husten mit erkälteten Personen. Natürliches Halsweh ist eines der Symptome von Erkältungen und wird verschwinden, sobald Sie wieder gesund sind. Die Behandlung einer Erkältung erfolgt mit den gewohnten Hausmitteln, viel Schlaf und allenfalls leichten Medikamenten.
Eine Steigerung der Erkältung ist die Grippe. Mit dieser Vireninfektion gehen neben starkem Fieber und Schüttelfrost auch starke Halsschmerzen und ein trockener Rachen einher. Grippeerkrankungen sollte man von einem Arzt behandeln lassen und die Behandlung erfolgt mit Medikamenten.

Bei diesen beiden Krankheitsbildern treten die Schmerzen im Hals also als Begleiterscheinungen auf und werden mit dem Überwinden des Vireninfektes wieder abklingen. Daneben gibt es aber auch reine Halsprobleme:

Gerötete und angeschwollene Mandeln deuten auf Mandelentzündung hin. Die Tonsillitispatienten leiden unter starken Schmerzen in Hals und Rachen, die aber auch in andere Regionen des Kopfes ausstrahlen können. Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika. Sind nicht die Mandeln das Problem, sondern ein stark verschleimter und kratzender Rachen, liegt eine Rachenentzündung, eine Pharyngitis, vor. Ein weiteres Indiz dafür sind angeschwollene Lymphknoten. Hier erfolgt die Behandlung mit Hausmitteln und allenfalls leichten Medikamenten, je nachdem ob die Entzündung durch Viren oder Bakterien hervorgerufen wurde.

Auch durch Viren, oder aber durch übermäßige Belastung ausgelöst, werden Kehlkopf- und Stimmbandentzündungen. Die Symptome sind Heiserkeit oder sogar der Verlust der Stimme. Das beste Heilmittel dagegen ist, die Stimme zu schonen.

Halsschmerzen erkennen und richtig handeln

Wann ist der Griff in die Hausmittelkiste ausreichend und wann muss ein Arzt aufgesucht werden? Grundsätzlich gilt, dass sobald entweder sehr starke oder langanhaltende Schmerzen, starkes Fieber, Atembeschwerden, Verfärbungen oder Ausschläge auftreten, ein Arztbesuch ratsam ist. Wie oben kurz angetönt, gibt es diverse Arten von Halsweh und nur ein ausgebildeter Mediziner wird die richtige Diagnose stellen können.

Treten jedoch nur leichte Halsschmerzen auf und das erst seit einer kurze Zeit, so ist eine Behandlung mit Hausmitteln empfehlenswert. Als Besonders effektiv gelten:
– Das Schonen der Stimme und des Halses. Sprechen Sie wenig und tragen Sie einen Schal.
– Achten Sie auf Speisen, die leicht zu schlucken sind, wie etwas Suppen oder Joghurt.
– Viel Trinken, eine Befeuchtung des Halses hilft, bei der Bekämpfung der Schmerzen. Dafür eignet sich in erster Linie stilles Wasser oder Tee.
– Feuchtigkeit inhalieren ist eine bekannte Methode, um gegen Halsschmerzen vorzugehen. Besorgen Sie sich einen Inhalationszusatz. Diesen kann man ganz einfach in eine Schüssel mit heißem Wasser geben, ein Tuch über Kopf und Schüssel geben und so etwa 5 Minuten inhalieren.

Wenn die Schmerzen trotz viel Ruhe, Wärme und einen angepassten Speiseplan nicht abklingen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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